Unsere Gegenwart

Unser Wahlspruch: GOTT-FREIHEIT-VATERLAND

Als erste Verbindung nahm die Teutonia Halle den Wahlspruch in der Fassung „Freiheit, Ehre, Vaterland“ bei ihrer Gründung 1814 an. Am 18. März 1816 übernahm ihn die Jenaische Burschenschaft, deren Wahlspruch zunächst "Dem Biedern Ehre und Achtung" lautete, und mit ihr die Mehrheit der Burschenschaften ihn in der Fassung „Ehre, Freiheit, Vaterland“. Neben dieser Strömung nahmen zeitgleich die „Gießener Schwarzen“ mit ihren durch Ernst Moritz Arndt geprägten Vorstellungen einer christlich-deutschen Burschenschaft den abgewandelten Wahlspruch „Gott, Freiheit, Vaterland“ an, der ebenfalls von Burschenschaften in Halle, Marburg und Königsberg übernommen wurde. Auf dem Burschentag in Jena im März/April 1818 wurde die Losung „Gott, Freiheit, Vaterland“ als Wahlspruch der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft anstelle von „Ehre, Freiheit, Vaterland“ vorgesehen, aber nicht umgesetzt. Aus der Verschmelzung beider Formen ging später der von mehreren Burschenschaften geführte Wahlspruch „Gott, Ehre, Freiheit, Vaterland“ hervor.

In Rückbesinnung auf die Ideale der Ur-Burschenschaften, d.h. dem Freiheitsgedanken und der Vereinigung des deutschen Vaterlandes mit vorgeordnetem christlichen Prinzip, wurde die Burschenschaft Germania 1851 gegründet. Wir lehnen in Konsequenz unseres christlichen Anspruches von Beginn an und damit als erste deutsche Burschenschaft, den Zweikampf und damit die Mensur als Mittel zur Wiederherstellung der Ehre ab und setzten anstelle des Zweikampfes ein Ehrengericht, wie es bereits von Teilen der Urburschenschaften gefordert worden war. [Zur Geschichte] Nach dem Beitritt der Germania zum Schwarzburgbund 1893 übernahm ihn auch der Bund in den Folgejahren zu seinem Wahlspruch.

Als Ausdruck ihres Wahlspruches fordert die Burschenschaft Germania seit ihrer Gründung von ihren Mitgliedern die Bereitwilligkeit, sich dem Gemeinschaftsleben als einem auf christlich-deutscher Grundlage beruhenden einzugliedern und bei der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit sich dem Einfluß des (in keiner Weise dogmatisch gefaßten) Christentums offen zu halten. Wer einer nichtchristlichen Religionsgemeinschaft angehört, kann sich, anders als der religiös Ungebundene, nicht für die Inhalte und Anliegen des Christentums offenhalten, und die Burschenschaft Germania wird ihn nicht in der von ihr beabsichtigten Weise beeinflussen und unterstützen können. Die Burschen­schaft Germania erwartet daher von beitrittswilligen Personen, daß sie das christliche Prinzip der B! Germania für die eigene Person annehmen. Darüber hinaus verlangt sie von jedem Beitrittswilligen, unabhängig von dessen Staatsangehörigkeit, in Konsequenz ihrer burschenschaftlichen Wurzeln ausdrücklich eine überzeugte Bejahung der deutschen Kultur- und Wertegemeinschaft.

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