Unsere Gegenwart
Unser Wappen
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Zentrales Wappenschild:
Christogramm mit Umschrift: TOITΩNIKA „Unter diesem Zeichen sieget“
Ausspruch, der angeblich durch Konstantin I., den Großen (* 272/273, † 337), römischer Kaiser (306 - 337), seinen Truppen vor der Schlacht an der Milvischen Brücke (28.10. 312) gegen Maxentius mit auf den Weg gegeben wurde. Nach dem glorreichen Sieg bekannte sich Konstantin der Große als erster römischer Kaiser offen zum Gott der Christen. Seit der Schlacht ließ er das Christogramm auf den Schilden seiner Soldaten, später auch auf einer Standarte, dem Labarum, anbringen. Mit dem 313 erlassenen Toleranzedikt verfügte Konstantin die Restitution des unter Kaiser Diokletian enteigneten Kirchengutes und die Gleichstellung des Christentums mit der antiken Religion. Sein Bemühen um die kirchliche Einheit, bei dem sich politische und religiöse Motive miteinander verbanden, ließ ihn 313 in den afrikanischen Donatistenstreit eingreifen. Zur Schlichtung des Arianischen Streites berief er 325 das Konzil von Nicäa ein, dessen Entscheidungen er wesentlich beeinflußte. Auch durch Steuerbefreiung der Kleriker, Sonntagsheiligung und Kirchenbauten be-sonders in Rom, Trier und Palästina förderte Konstantin das Christentum. Die vom Kirchenhistoriker Eusebios von Caesarea (*zw. 260 und 265, † 339/340) begründete christliche Überlieferung feierte ihn als Vorbild des wahren Herrschers. Durch die Beisetzung in der Apostelkirche zu Konstantinopel wurde Konstantin der Große als 13. Apostel geehrt. Er zählt zu den Heiligen der armenischen, griechischen und russischen Kirche.
Wappenschild links oben
Stilisierter Doppeladler
Bereits im Byzantinischen Reich verwendetes Kaiserabzeichen. Kaiser Siegmund nahm den Doppeladler 1433 als Wappenschild an. Seit dieser Zeit blieb er Symbol des Reiches bis zu dessen Ende 1806. Symbol für das Streben der Burschenschaften nach einem geeinten deutschen Vaterland.
Wappenschild rechts oben
Farben Schwarz Rot Gold
Zurückgehend auf die Uniform des Lützowschen Freikorps (Schwarze Uniform, rote Aufschläge, goldene Knöpfe). Generalmajor Adolf Freiherr von Lützow (1782 - 1834) stellte im Februar 1813 das Korps zum Kampf gegen die Truppen Napoleons auf, das vor allem Studenten in seinen Bann zog. Als Freiwillige meldeten sich vor allem diejenigen, die sich nicht nur von der Fremdherrschaft befreien wollten, sondern von einem vereinten Deutschland träumten. Ihm gehörten u.a. Theodor Körner, Friedrich Ludwig Jahn und Joseph von Eichendorff an. Es wurde über den Waffenstillstand zu spät unterrichtet und am 17.6.1813 bei Leipzig fast völlig von französischen Truppen aufgerieben. Ende 1813 neugebildet, wurde das Freikorps 1814 aufgelöst bzw. in die preußische Armee übernommen. Die von Körners Gedicht „Lützows wilde verwegene Jagd“ ausgehende Glorifizierung entsprach zwar in keiner Weise der Kampfkraft des Freikorps führte aber zu einem Sinnbild burschenschaftlichen Strebens nach der Vereinigung aller deutschen Länder. Aus diesem Grunde wählte die Urburschenschaft bei ihrer Gründung 1815 die Farben der Lützower [externer Verweis: Schwarz-Rot-Gold]. Der Burschenschaft Germania gehörten bei ihrer Gründung mit ihrem ersten Ehrenphilister in Gestalt des Vaters eines ihrer Gründer auch ein ehemaliges Mitglied des Lützowschen Freikorps an.
Wappenschild rechts unten
Eichbaum mit der Burg Plesse im Hintergrund
Die Burgruine Plesse im Norden der Stadt Göttingen liegt auf einer der westlichen Höhen des Leinetals. Gegründet vor dem 11. Jahrhundert wurde sie seit dem 17. Jahrhundert dem Verfall preisgegeben. Die Studenten der Universität Göttingen waren die ersten, die den romantischen Reiz der Ruine im späten 18. Jahrhundert entdeckten und die Burg bis heute zu einem der beliebtesten Ziele für ihre Wanderungen machten.
Die Eiche wurde bereits bei vielen indogermanischen Stämmen als heiliger Baum verehrt. Kelten, Germanen und Slawen opferten in Eichenhainen. Die Eiche gilt als Sinnbild der Stärke und wurde im 18. Jahrhundert in Deutschland zum Symbol des Heldentums; seit dem frühen 19. Jahrhundert gilt Eichenlaub als Siegeslorbeer.
Wappenschild links unten
Gekreuzte Schläger mit Gründungsdatum 9.8.1851, Eichenlaubkranz und Zirkel
Die gekreuzten Schläger stehen in ihrer typisch studentischen Form der Hiebwaffe als Symbol für die Bereitschaft, unser Vaterland nötigenfalls auch aktiv zu verteidigen. Hinzugefügt sind das Gründungsdatum der Burschenschaft Germania sowie der Zirkel, das Ganze umschlossen vom Eichenlaubkranz, als Zeichen des Ruhmes.
Der Zirkel ist eine in sich verschlungene Zusammensetzung der Buchstaben V, C, F und G, wobei die Buchstaben den Namen der Burschenschaft Germania, den Wahlspruch „Gott-Freiheit-Vaterland“ und die lateinische Forderung „vivat-crescat-floreat“ (sie lebe, wachse und gedeihe) ausdrücken.
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